Tierheim Mönchehof startet Neuanfang

Der Verein Tierhilfe Uckermark e.V.benötigt eine breite Unterstützung im Interesse eines nachhaltigen Tierschutzes in der Region Uckermark.
VON HORST WASCHKE
MÖNCHEHÖF. Tiere können nicht für sich selbst sprechen. Tiere müssen leider oft ein schlimmes Schicksal ertragen und erleiden, weil Menschen grausam, unfähig oder auch einfach zu bequem sind, Verantwortung für ihre Lebewesen zu
übernehmen. Unglaubliche Beispiele können die Mitglieder des Vereins Tierhilfe-Uckermark schildern, -die oft in letzter Minute die, "entsorgten" Kreaturen aufnehmen und ihnen im Tierheimin Mönchehof ein Weiterleben ermöglichen. Zu den Schicksalen gehören ausgesetzte Tiere an der Autobahn oder in Städten und Gemeinden bis hin zu Tötungsversuchen, indem beispielsweise ein altersschwacher, kranker Hund ins Eiswasser geworfen wurde und nur mit der Feuerwehr gerettet werden konnte.
Die Kosten für die Krebsbehandlung dieses
geretteten Hundes waren dem Besitzer offenbar zu teuer. Vor diesem Hintergrund, stellvertretend für viele andere Tierschicksale, ist es nur gut und hoch anerkennenswert, dass es einen Verein gibt, der sich nicht nur um diese Tiere kümmert,
sondern tagtäglich selbst ums "Überleben" kämpft, weil für das Tierheim Mönchehof alles fehlt, was man zum Betreiben einer
solchen Einrichtung benötigt: Geld für die Betriebskosten, Futter und Arzneimittel für die Tiere, Baumaterialien für Zwinger und Stallungen, Bäume für das Schatten spenden, ja selbst ein Futterkocher(Dämpfer) auf Holz- oder Kohlebasis wird dringend gebraucht. Von Helfern, die mit Hand anlegen
oder die mit den Tieren spazierengehen - und die Tiere sind so dankbar dafür - ganz zu schweigen. Der neue Vorstand um Birgit
Kronenberg, Brigitte Mierzwa und Monika Kluge hat sich zur Aufgabe gestellt, in Mönchehof nicht nur einen Neuanfang zu starten, sondern das Tierheim auch als vorzeigbares und allen Anforderungen entsprechendes Tierheim zu betreiben, fern von dem, was es bisher über Mönchehof zu hören oder zu lesen gab. Allerdings komme man, so die Vorsitzende des Vereins, Birgit Kronenberg, nur in ganz kleinen Schritten voran, weil viele Voraussetzungen fehlen. Doch sie sei optimistisch, weil das Heim unter einer neuen Leitung steht, weil die Zusammenarbeit mit den Behörden neu entwickelt wird, weil es geförderte
Arbeitskräfte und Mitarbeiter gibt, die ihren Job im Heim leidenschaftlieh ausüben, weil wieder erste Angebote von Sponsoren und Partnervereinen wie dem Tierhilfe e.V.
Strasburg vorliegen, Mönchehof zu unterstützen. "Wir müssen verlorenes Vertrauen zurückgewinnen und hart arbeiten, um Stück für Stück das Heim umzugestalten",
erklärt Birgit Kronenberg.
Man habe konkrete Planungen. So soll es auf dem Areal mehrere Bereiche geben: Tierheim mit Stallungen und einem Sport- und Spielplatz für Hunde, den Gnadenhof, ein Gebäude für Katzen, in dem aber auch ein Sozialbereich für die Mitarbeiter und ein Raum für den Tierarzt integriert werden sollen." Heute kann man sich das bei einem Besuch noch nicht vorstellen, denn die Anlage ist ein einziges Provisorium, wohl aber aufgeräumt und sauber. "Alle, die dem Tierschutz-gedanken aufgeschlossen gegenüberstehen, sind willkommen. Alle, die mit Material oder Spenden helfen wollen, fördern das notwendige Projekt und wertschätzen die Arbeit der Mitarbeiter, die aus der Langzeitarbeitslosigkeit kommen und mit dem Heim eine neue Perspektive und Aufgaben bekommen", unterstreicht.Birgit Kronenberg, die sich im Ehrenamt für den Tierschutz einbringt. Derzeit sind im Heim 26 Hunde und 15 Katzen untergebracht. Sie alle - bis aufwenige Ausnahmen-suchen ein liebevolles Zuhause.

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