Tierschützer retten in Langen Brütz 21 verwahrloste Schäferhunde

Tierschützer haben am Wochenende in Langen Brütz bei Schwerin 21 Schäferhunde von einem wochenlangen Martyrium befreit. Passanten hatten die völlig vernachlässigten Hunde in einem einsamen, ehemaligen Ferienobjekt unweit des Dorfes im Kreis Parchim entdeckt und die Helfer alarmiert, teilte der Verein Tierhilfe Strasburg (Uecker-Randow-Kreis) am Montag mit. Der Verein will gegen den Besitzer der Tiere und gegen die Grundstückseigner Anzeige wegen Tierquälerei erstatten.

Streit um Grundstück - Hausverbot für Züchter

Hintergrund sei vermutlich ein Eigentumsstreit, der auf dem Rücken der Tiere ausgetragen wurde, sagte Vereinssprecher Reinhold Kassen. Den Angaben zufolge hatte ein Züchter die Schäferhunde auf dem vorübergehend gepachteten Gelände gehalten. Später hätten Anwälte das Gelände erworben und dem Hundebesitzer nach einem Streit Hausverbot erteilt, so dass der Mann nicht zu seinen Tieren durfte.

Veterinär über den Zustand der Hunde geschockt

Als die Tierschützer am Sonnabend zu einer Kontrolle das Grundstück betraten, bot sich ihnen offenbar ein grausiges Bild. Den Angaben zufolge seien die Schäferhunde in einem erbärmlichen Zustand gewesen. Das Fell voller Kot, entzündete Wunden, teilweise unterernährt und mager. Die Tierbehausungen seien total verdreckt gewesen. So etwas habe der Veterinär des Kreises noch nie gesehen, sagte Kassen. Die drei Rudel seien in dem verfallenen Objekt zusammengesperrt worden, nur nachts habe der Züchter wohl ein paar Schlachtabfälle illegal über den Zaun geworfen, sagte Kassen. Die Tiere seien zwischen drei und 16 Jahre alt, ein Hund musste mit einer Schnittverletzung am Schädel notoperiert werden. Inzwischen seien die Hunde in andere Tierheime gebracht worden.

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